Yoga für Kinder

Yoga kann Kinder stärker machen für die Anforderungen des Lebens.

Und diese sind nicht zu unterschätzen. Der Leistungsdruck und die damit verbundenen Ängste, der Stress den wir als Erwachsene spüren, den nehmen auch unsere Kinder auf. Bereits mit der Muttermilch könnte man sagen. Sie nehmen wahr, wie es uns Erwachsenen geht, wie entspannt oder unruhig wir auf Situationen reagieren und nicht selten übertragen wir diesen Druck auch verbal auf die Kleinen.

Kinder nehmen viel schneller neue, heilsame Impulse auf, als wir Ewachsene. Sie sind noch weniger fest, offener und aufnahmefähiger als wir Erwachsene es sind wenn wir mit 30 zum ersten Mal meditieren. Trotzdem ist Yoga auch für Kinder kein Allheilmittel. Yoga macht unruhige Kinder nicht ruhig, die Stillen nicht lauter. Aber es kann ihnen einige kleine Bausteine mit auf den Weg ins Erwachsen werden geben.

Was wünschen wir uns für unsere Kinder? Ein besseres Leben als wir es haben? In einer Gesellschaft, in der weniger Leid und Schmerz vorhanden sind. Wir als Erwachsene handlungsfähige Menschen können dazu beitragen diese Welt jeden Tag – wenn auch nur geringfügig – ein kleines Stück heller zu machen. Yoga und vor allem die Achtsamkeitspraxis zeigen uns dafür einen Weg. Wir lernen uns selbst, unsere Gefühle und Bedürfnisse besser kennen. Das bietet uns Grundlage unser Verhalten uns selbst und anderen gegenüber in eine wohlwollende Freundlichkeit zu verwandeln und Grenzen zu achten. Das wiederum kann uns helfen mit schweren Gefühlen umzugehen, Krisen zu überstehen und nicht am Ende aller Kräfte, sondern gestärkt daraus hervorzutreten. Davon provitieren auch unsere Kinder.

Die Körper, Atem- und Achtsamkeitsübungen deS Yoga können Kindern ein wichtiges Werkzeug an die Hand geben. Sie lernen dadurch die Empfindungen ihres Körpers, Gefühle, Emotionen bewusster wahrzunehmen. Diese Fähigkeit bestärkt nicht nur Kinder in ihrem Selbstbewusstsein. Sie erhalten damit eine wichtige Kompetenz um den Bewegungen des Lebens stabil wie ein Baum entgegenzutreten.
Im Unterricht erhalten die Kinder Anregungen achtsam sich selbst und ihre Umgebung wahrzunehmen. Neben dem Üben von Asanas, in denen das Körperbewusstsein und die Bewegungskoordination geschult wird, lernen die Kinder die Zusammenhänge von Atmung und Bewegung kennen. Wie schnell atme ich nach dem Aufwärmspiel und wie fühlt es sich an wenn ich ruhig daliegend seine Bewegungen in meinem Bauch beobachte? Zusammenhänge zwischen Handlungen und Gefühlen sowie körperlichen Reaktionen werden spielerisch erarbeitet. Die Inhalte sind stets an die kindlichen Bedürfnisse (altersgerecht) angepasst. In der Yogastunde sollen die Kinder Raum erfahren, um zu sein – so wie sie sind.

    Ist mein Kind für Yoga geeignet?

Jeder Mensch kann Yoga machen. Eine wichtige Vorraussetzung dafür ist (nicht nur bei) Kindern, dass sie Lust darauf haben und sich wohl fühlen. Lassen Sie Ihre Kinder schnuppern und selbst entscheiden. In der Regel gibt es eine Probestunde. Dann beginnt die Kurseinheit, die sich über 12 Wochen erstreckt. In dieser Zeit arbeiten die Kinder in einer geschlossenen Gruppe kontinuierlich an einem Thema bzw. lernen sie Schritt für Schritt Asanas und Atemübungen.